Thema
Die Fachkräfte, die vor Ort für die Entwicklung und Umsetzung von Dienstleistungen des Sozial- und Gesundheitswesens verantwortlich sind, kennen zwar den momentanen demografischen und finanziellen Druck, doch sind zugleich zutiefst von der Notwendigkeit überzeugt, mit ihren Diensten auch künftig zur Verbesserung und Bewahrung der Lebensqualität beizutragen.
Die sozialen Dienste nehmen einen gesellschaftlichen Auftrag wahr, sind aber auch mit wirtschaftlichen Kosten und Nutzen verbunden und wirken sich auf die Umwelt aus. Wie können wir als Direktoren, Fachkräfte, Politiker, Wissenschaftler und Betroffene die Zukunft von nachhaltigen sozialen Diensten gestalten?
Um Nachhaltigkeit zu gewährleisten, muss sich die Planung der Dienstleistungen und Arbeitskräfte an den künftigen gesellschaftlichen Bedürfnissen orientieren, aber auch auf wechselnde Anforderungen reagieren können.
Ebenso müssen für Nachhaltigkeit modernste Technologien umgesetzt werden, um den Zugang der Bürger zu den Diensten zu verbessern und um den Direktoren bessere Daten über Bedürfnisse, Risiken und Ausgaben zur Verfügung zu stellen.
Hierbei ist die Beteiligung von jüngeren und älteren Bürgern an der Arbeitswelt ebenso unverzichtbar wie das richtige Gleichgewicht zwischen Aktivierung und Schutz. Innerhalb des Sektors müssen die Methoden zur Förderung des Wohlbefindens am Arbeitsplatz überprüft werden.
Wirtschaftliche Nachhaltigkeit sollte bedeuten, dass die Organisationen ihre Ressourcen verwalten und sich verstärkt darum bemühen, Ressourcen gemeinsam oder im Rahmen eines Netzwerks zu nutzen, um die Effizienz der Dienstleistungen zu verbessern. Wie viel Kontrolle über die Etats kann den Betroffenen eingeräumt werden?
Im Rahmen der Nachhaltigkeit in Umweltfragen sollten die öffentlichen Träger verstärkt darauf achten, wie sich ihre Dienstleistungen auf die Umwelt auswirken. Wie kann man diese grüne Herausforderung messen und auf sie eingehen?
Zur Finanzierung und Umsetzung von mehr Lebensqualität für alle müssen wir einen frischen Blick auf das grundlegende Wesen des Wohlfahrtsstaats im 21. Jahrhundert werfen. Müssen wir die Aufgaben und Verantwortungsbereiche von Staat und Bürger neu abgrenzen und uns fragen, welche dauerhaften Werte uns als Gesellschaft am Herzen liegen?
Und wie können wir künftig den umfangreichen Schatz an Erfahrungen, Sachverstand und Fallbeispielen in entwickelten Wohlfahrtssystemen am besten für intelligente Investitionen in die Zukunft nutzen und dafür sorgen, dass wir alle – einschließlich der am stärksten gefährdeten Personen – im Leben die besten Chancen erhalten?
In den Workshops der Konferenz von Kopenhagen erhalten die Teilnehmer die Gelegenheit zur Beteiligung an Diskussionen über die verschiedensten Themen und können herausfinden, welche Themen in den verschiedenen Ländern Europas zurzeit aktuell sind.
Veranstalter der Konferenz
Diese nicht gewinnorientierte Konferenz wird jedes Jahr vom Europäischen Sozialen Netzwerk (ESN) veranstaltet, einem Forum von Direktoren für öffentliche Dienstleistungen in den Bereichen Soziales, Gesundheit, Bildung und Beschäftigung sowie von den zugehörigen Mitgliedsorganisationen. Die Konferenz von 2012 wird in Zusammenarbeit mit der dänischen Präsidentschaft der Europäischen Union veranstaltet.
Die Arbeit des ESN wird auch nach der Konferenz in Form von Netzwerk-Seminaren und Arbeitsgruppen sowie im Bereich der Forschung und Kommunikation fortgesetzt. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.esn-eu.org oder telefonisch unter +44 1273 739039.


