Workshop-Programm

Die Workshops der jährlichen Konferenz bieten eine wertvolle Gelegenheit für unterschiedliche Regionen, sich gemeinsamen Herausforderungen zu stellen und Erfahrungen, Wissen und Beispiele guter Praxis auszutauschen.

5 Workshopsitzungen werden organisiert, die je 60 Minuten dauern. Jede Sitzung bietet 6 gleichzeitig stattfindende Workshops an, die sich mit verschiedenen Themen auseinander setzen.  Bitte klicken Sie auf den zutreffenden Tab um mehr über die jeweilige Workshopsitzung zu erfahren:

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Hier sind die 30 Workshops, die in Rom angeboten werden:

Stimmen der Erfahrung: Einbeziehung der Betroffenen in Leistungen für psychische Gesundheit und Behinderung
Aspa-Stiftung, Finnland
Die finnische Aspa-Stiftung stellt zwei Praktiken vor, die die Einbeziehung der Betroffenen in die Gestaltung von Leistungen verbessern: Peer-Reviews unter Menschen mit Behinderungen und die Stimme der Erfahrung bei Leistungen für psychische Gesundheit. Am Peer-Review beteiligen sich Menschen mit physischen, geistigen und psychosozialen Behinderungen, die andere Betroffene interviewen, um individuelle und gemeinsame Leistungen mitzugestalten. Hierdurch werden Informationen über die Erfahrungen der Betroffenen gewonnen, die sich für die Arbeit der Kommunen nutzen lassen. Die Stimme der Erfahrung verbessert die Leistungen für psychische Gesundheit durch Video-Interviews mit Betroffenen. Die Workshop-Teilnehmer erörtern neue Lösungen zur Einbeziehung der Betroffenen.
Themenbereiche: Psychische Gesundheit/Menschen mit Behinderung


Sozial- und Bildungsnetzwerke zur Förderung von Kindern: das Programm „Caixa Proinfancia“ (2007-2014), ein Projekt der öffentlich-privaten Zusammenarbeit
Stiftung „La Caixa“, Spanien
PSITIC, Universität Ramón Llull, Katalonien, Spanien
Im Programm „Caixa Proinfancia“ werden die Herausforderungen und Chancen beim Aufbau von Netzwerken der Zusammenarbeit zwischen verschiedenen sozialen und Bildungsträgern zur Förderung der Eingliederung von gefährdeten Kindern erörtert. Das Programm wurde 2007 in Spanien entwickelt und von der Stiftung „La Caixa“ (einem Finanzinstitut, das Sozialleistungen bereitstellt) in Zusammenarbeit mit den spanischen Behörden der bevölkerungsreichsten Stadtgebiete Spaniens sowie mit mehr als 300 Organisationen des dritten Sektors und der Unterstützung von Experten aus elf spanischen Universitäten ins Leben gerufen und finanziert. Bis heute hat dieses Programm mit einem Etat von 50 Millionen Euro mehr als 200.000 Kindern und 80.000 Familien mit zielgerichteter sozialer Unterstützung, Kenntnissen für Eltern, Unterstützung in der Schule, Nachhilfeunterricht in der Freizeit und Psychotherapien geholfen. Eine online verfügbare Programmbewertung umfasst die Bewertung des Bedarfs in den einzelnen Städten, Interventionsmodelle, gute Praktiken und bereits veröffentlichte Untersuchungen.
Themenbereiche: Kinder und Familien

 

Berechnung der Kosten des Nichtstuns: Förderung sozialer Investitionen durch den Einsatz von Technologie
Masowisches Zentrum für Sozialpolitik, Polen
Regionalregierung Masowien, Polen
In der europäischen Sozialpolitik sind „soziale Investitionen“ zum neuen Schlagwort geworden, das als Argument für zielgerichtete Investitionen in Menschen und Gemeinschaften dient. Doch mit welchen Mitteln lassen sich Entscheidungsträger zu Investitionen in bestimmte Politiken motivieren? Auf diesem Workshop werden die vom Masowischen Zentrum für Sozialpolitik in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftshochschule Warschau entwickelten IKT-Tools vorgestellt, um die Vorteile der Umsetzung von evidenzbasierter Sozialpolitik zu verdeutlichen. Dieses Beispiel für soziale Innovation wurde im Rahmen eines vom Europäischen Sozialfonds finanzierten Projekts entwickelt. Bei dem Vortrag werden auch Beispiele von ähnlichen Projekten in anderen Ländern vorgestellt.
Themenbereiche: Technologie/Krise: Auswirkungen und Reaktionen

 

Junge Menschen als aktive Mitglieder der Gesellschaft: eine Analyse der Politik und Praxis in zehn Staaten
Eurofound
Junge Menschen sind von der Krise besonders stark betroffen; die Arbeitslosigkeit unter jungen Menschen wird voraussichtlich noch längere Zeit hoch ausfallen. Diese Isolierung hat negative Folgen – nicht nur für die künftigen Berufschancen, sondern auch aufgrund des erhöhten Risikos einer sozialen Ausgrenzung. In zahlreichen aktuellen politischen Schriften wird sowohl auf EU- als auch auf nationaler Ebene die Notwendigkeit einer Verbesserung und Erweiterung der Dimension der sozialen Eingliederung von Jugendlichen betont. Auf dem Workshop werden die politischen Initiativen von zehn Ländern untersucht, die (insbesondere benachteiligten) jungen Menschen dabei helfen sollen, einen Platz als vollwertige und aktive Mitglieder der Gesellschaft zu finden. Die Teilnehmer können sich über ihre Praktiken und Erfahrungen austauschen und anhand von zwei Fallbeispielen die sektorenübergreifende Zusammenarbeit erörtern.
Themenbereiche: Aktive Eingliederung/Junge Menschen

 

„INA! – Integration in den Arbeitsplatz nachhalten“: Verbesserung der Ergebnisse von Aktivierungsstrategien
Bundesagentur für Arbeit, Deutschland
Viele Arbeitsuchende, die einen Arbeitsplatz gefunden haben, verlieren ihn innerhalb der ersten sechs Monate wieder. Aus diesem Grund hat die deutsche Bundesagentur für Arbeit ein Pilotprogramm im Jobcenter Erfurt entwickelt. In Zusammenarbeit mit den kommunalen Sozialämtern, Arbeitgebern, und Organisationen im Bereich der Migration und Rehabilitation erhalten Arbeitnehmer (und Arbeitgeber) nach der Einstellung Unterstützung und zielgerichtete Hilfen. Die Ergebnisse zeigen, dass 20% mehr Arbeitsuchende nach den ersten sechs Monaten ihre Stelle behalten. Außerdem werden auf dem Workshop die lokalen Strategien verschiedener Länder bei der Integration von Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsmarkt erörtert.
Themenbereiche: Aktive Eingliederung/Arbeitskräfte und Betriebsführung

 

Der Imperativ der Integration: die Umgestaltung des Sozialwesens
KPMG International
KPMG Italien
Italienischen Sozialamt, Italien
Das Sozialwesen hat sich in den letzten zehn Jahren erheblich weiterentwickelt. Überall auf der Welt suchen Regierungen nach neuen und innovativen Möglichkeiten zur Erzielung von besseren Resultaten für die Betroffenen, während sie gleichzeitig mehr Menschen mit weniger Mitteln betreuen müssen. Immer häufiger integrieren die Behörden ihre Leistungen mithilfe von innovativer Fallpraxis und der verbesserten Nutzung von Informationstechnik. Im Mittelpunkt dieses Workshops stehen die Ergebnisse einer weltweiten Umfrage unter Behördenfachkräften, die an Initiativen zur Leistungsintegration beteiligt sind; ebenso werden die voraussichtlichen künftigen Richtungen dieses Trends anhand von Beispielen aus Europa, Nordamerika und Asien-Pazifik verdeutlicht. Außerdem liefert der Workshop einen Überblick über die Veränderungen, die im Istituto Nazionale Previdenza Sociale (INPS) – dem italienischen Sozialamt – durch eine Integration der Dienstleistungen erzielt wurden.
Themenbereiche: Reform des Sozialwesens/Leistungsverbesserung

 

Gewährleistung von besseren Bedingungen für Kinder und junge Menschen: die Rolle von jungen Menschen bei Überprüfungen und Verbesserungen
Care Inspectorate, Großbritannien (Schottland)
Das Care Inspectorate ist die nationale Behörde von Schottland zur Überprüfung und Unterstützung von Verbesserungen für die gefährdetsten Kinder und jungen Menschen der Gesellschaft. Auf dem Workshop wird die Rolle von jungen Menschen mit Erfahrungen in Pflegeverhältnissen als Teammitglieder für den Überprüfungsprozess sowie der Nutzen dieser Beteiligung zur Identifizierung von guten und schlechten Praktiken untersucht. Grundlage hierbei ist ein an Rechten orientierter Ansatz der Pflege in Schottland. Bei diesem innovativen Ansatz der Überprüfung werden Prüfer, junge Menschen mit Pflegeerfahrung, erfahrene Fachkräfte aus dem Sozial-, Bildungs- und Gesundheitswesen sowie die Polizei an der Unterstützung und Förderung von Verbesserungen beteiligt. Die evidenzbasierten Beispiele der besten Praxis sind für alle Fachkräfte interessant, die ihre eigene Praxis weiterentwickeln wollen. Wir berichten über unseren Qualitätsrahmen und unseren Ansatz der Selbstbewertung zur Unterstützung von Innovation und Verbesserungen.
Themenbereiche: Qualität und Leistung/junge Menschen


Das Instrumentarium „Gemeinschaft um das Baby“: frühkindliche Erziehung und Unterstützung für Paare, die ihr erstes Kind bekommen
Bezirksverwaltung Pas-de-Calais, Frankreich
Das Amt für Mutter- und Kinderschutz des Bezirks Pas-de-Calais hat ein forschungsgestütztes Protokoll zur Unterstützung von Paaren herausgegeben, die ihr erstes Kind bekommen (von der Schwangerschaft bis zum zweiten Geburtstag des Kindes); im Rahmen dieses Protokolls wurde ein Aufklärungs-Instrumentarium zur Problemlösung entwickelt. Bei einer Bewertung zeigten sich zufriedenstellende Anteile einer freiwilligen Mitarbeit der Familien, was eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Eltern und Fachkräften schafft und auf diese Weise frühzeitige Maßnahmen vereinfacht. Momentan kommt das Instrumentarium im Rahmen eines offenen Ansatzes für Elterngruppen zum Einsatz. Die Workshop-Teilnehmer lernen das Instrumentarium „Gemeinschaft um das Baby“ und die verschiedenen Phasen des Problemlösungsprozesses auf der Grundlage von Situationen kennen, denen Eltern im Alltag begegnen können.
Themenbereiche: Kinder und Familien/Arbeitskräfte und Betriebsführung

 

Integration des Sozial- und Gesundheitswesens: die Strategie der Regionalbehörde von Latium zur Unterstützung von Menschen mit Alzheimer-Krankheit
Region Latium, Italien
Die Symptome der Alzheimer-Krankheit sind nicht nur für die Betroffenen selbst destabilisierend, sondern auch für die ganze Familie sowie potenziell für die gesamte Gemeinschaft. Aus diesem Grund ist es notwendig, Maßnahmen des Gesundheitswesens mit anderen auf regionaler und kommunaler Ebene geplanten Strategien der Sozialfürsorge zu kombinieren. Die Ziele hierbei sind: Verbesserung der Lebensqualität und Erhalt der Selbstbestimmung der Patienten, Erhalt des psychosozialen Gleichgewichts innerhalb der Familie, um den Zugang zum Arbeitsmarkt zu ermöglichen, und für die Träger die Einstellung von neuen, hochgradig qualifizierten Fachkräften, die auf die soziale Betreuung von Menschen mit Alzheimer-Krankheit spezialisiert sind. Zu den erörterten Themen gehören die Planung einer optimalen Zuweisung von Ressourcen des Sozial- und Gesundheitswesens, die Festlegung von Standards und die Nutzung von Technologie zur Ermittlung von Echtzeitdaten. Die Teilnehmer erhalten die Gelegenheit zur Debatte über die Verbesserung der Ergebnisse durch eine Integration von Dienstleistungen.
Themenbereiche: Psychische Gesundheit

 

Neue personenzentrierte Ansätze zur Unterstützung von jungen Menschen bei der Arbeitsuche
Gemeinde Leiden, Niederlande
Auf diesem Workshop wird vorgestellt, wie die Gemeinde Leiden arbeitslose junge Menschen mit einem ganzheitlichen Ansatz beim Eintritt (bzw. Wiedereintritt) in das Berufs- oder Ausbildungsleben unterstützt. Im Programm werden die individuellen Probleme der Teilnehmer (z. B. psychische Erkrankungen, Schulden oder Drogenmissbrauch) berücksichtigt, Schulungen und Kurse angeboten und obligatorische Praktika von 20-24 Wochenstunden überwacht. Anhand der Erfahrungen mit dem Programm hat die Gemeinde zielgerichtetere Leistungen entwickelt, z. B. Angebote für höherqualifizierte Betroffene oder ein fokussierteres Programm für junge Menschen mit Verhaltensstörungen. Die Teilnehmer des Workshops erörtern auf der Grundlage von Fallstudien Möglichkeiten für Eingriffe und Maßnahmen zur besseren Unterstützung von jungen arbeitslosen Menschen.
Themenbereiche: Junge Menschen/Aktive Eingliederung

 

Horsens arbeitet zusammen: aktive Eingliederung in den Arbeitsmarkt
Gemeinde Horsens, Dänemark
Angesichts der steigenden Kosten für den Gemeindehaushalt beschloss die Gemeinde Horsens eine engere Zusammenarbeit mit anderen öffentlichen Sektoren, der Zivilgesellschaft und dem privaten Sektor, um eine Eingliederung der auf dem Arbeitsmarkt am stärksten benachteiligten Personen zu gewährleisten. Hierfür entwickelte die Gemeinde Gelegenheiten zur Freiwilligenarbeit für Menschen mit Behinderungen oder psychischen Problemen. Darüber hinaus erhalten Menschen mit Behinderungen eine persönliche Unterstützung, wenn sie in ihrer ersten Stelle auf dem offenen Arbeitsmarkt (also nicht in einem betreuten Beschäftigungsverhältnis) gemeinsam mit nichtbehinderten Menschen arbeiten. Die Teilnehmer des Workshops erörtern anhand der Ergebnisse einer Bewertung der Initiativen in Horsens die Faktoren für einen Erfolg und untersuchen die Hindernisse bei der aktiven Eingliederung von Menschen mit Behinderungen in den Arbeitsmarkt.
Themenbereiche: Menschen mit Behinderungen/Aktive Eingliederung

 

Ich wohne hier seit dreißig Jahren – das sind Kenntnisse! Förderung der Gemeinschaftsentwicklung durch Nutzung von Kenntnissen und mobilem Lernen
Skills for Care and Development, Großbritannien (England)
Jeder hat Kenntnisse, Wissen und Erfahrung, die ihm dabei helfen können, sich weiterzuentwickeln und in die Gesellschaft eingegliedert zu werden. Der Schlüssel für Investitionen in Menschen und in die Gemeinschaften, in denen sie leben, ist ein Verständnis der Kenntnisse dieser Menschen. Im Mittelpunkt dieses Workshops steht die Arbeit von Skills for Care and Development im Bereich der Weiterentwicklung von Kenntnissen in der Gemeinschaft sowie des digitalen Lernens und Arbeitens durch mobile Wissens- und Lernlösungen. Vorgestellt werden die Erfahrungen von mehr als 40 Teststandorten, an denen in den letzten drei Jahren ein „kenntnisorientierter Ansatz“ für Bewertungen und Interventionen im Bereich der Sozialarbeit entwickelt wurde, sowie Pilotprojekte für den Einsatz von mobilen Wissens- und Lernlösungen. Die Teilnehmer können einige der entwickelten Instrumente testen, wie z. B. eine Kenntnisbewertung und die mobilen Lern- und Webressourcen.
Themenbereiche: Arbeitskräfte und Betriebsführung/Senioren


Europa 2020, Bekämpfung von Armut: Optimale Nutzung von Finanzierungsinstrumenten, Strategien und Partnerschaften zur Bekämpfung von sozialer Ausgrenzung
Edenred
Jeder vierte europäische Bürger ist von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. Im Jahr 2010 verpflichteten sich die Mitgliedstaaten der EU dazu, bis zum Jahr 2020 20 Millionen Menschen aus ihrer Notlage zu helfen. Zur Bekämpfung von Armut lassen sich verschiedene Methoden und Finanzierungsinstrumente nutzen (z. B. der Europäische Strukturfonds, das Europäische Hilfeprogramm für bedürftige Bevölkerungsgruppen, Programme für Beschäftigung und soziale Innovation oder Horizon 2020). Die Nutzung dieser Instrumente, kombiniert mit der Beteiligung verschiedener Interessensgruppen, ermöglicht spürbare Veränderungen bei der effizienten Bekämpfung von Armut in Europa. Wie lassen sich diese verschiedenen Instrumente vor Ort einsetzen? Und wie können die verschiedenen Interessensgruppen mithilfe dieser Maßnahmen eine aktive Rolle bei der Bekämpfung von Armut spielen? Auf diesem Workshop treffen sich Entscheidungsträger, Fachkräfte und Behördenvertreter aus verschiedenen europäischen Ländern am runden Tisch, um konkrete Erfahrungen und Praktiken zu diesem Thema auszutauschen und zu erörtern.
Themenbereiche: Armut/Krise: Auswirkungen und Maßnahmen/aktive Eingliederung und Beschäftigung

 

Trägerübergreifende Datenerfassung für wirksame Kinderschutzpolitiken
Nationales Beobachtungszentrum für gefährdete Kinder (GIPED), Frankreich
"Auf diesem Workshop wird anhand des Beispiels der französischen Reform des Kinderschutzes von 2007 erörtert, wie Evidenz und Daten zu einer wirksamen Kinderschutzpolitik beitragen können. Im Rahmen dieser Reform wurde die Zusammenarbeit zwischen den kommunalen und nationalen Strategien des Kinderschutzes verstärkt. Kommunale Beobachtungszentren und eine Zentralisierung der Daten durch das nationale Beobachtungszentrum für gefährdete Kinder ermöglichen den Trägern die Entwicklung eines ganzheitlicheren Verständnisses von gefährdeten Kindern. Ebenso können die Träger dank der verbesserten Datenerfassung die Bedürfnisse der Bevölkerung identifizieren und maßgeschneiderte Leistungen entwickeln.
Themenbereiche: Kinder und Familien

 

Entwicklung einer wirksamen lokalen Strategie zur Armutsbekämpfung unter Einbeziehung der Betroffenen
Stadt Gent, Belgien
Auf diesem Workshop wird ausführlich untersucht, wie eine lokale Strategie im Bereich der Armutsbekämpfung von der Kommunalverwaltung so koordiniert werden kann, dass die Notwendigkeit einer Investition in Menschen und Gemeinschaften berücksichtigt wird. Die Stadt Gent erläutert die Notwendigkeit eines „Bottom-up“-Ansatzes durch Entwicklung eines intensiven und diversifizierten Prozesses der Einbeziehung sämtlicher Betroffenen, was zu einer effizienteren Nutzung der verfügbaren (begrenzten) Ressourcen zur Armutsbekämpfung beiträgt. Die Hauptfrage des Workshops lautet: Wie kann man eine kollektive Vision und einen gut umgesetzten Maßnahmenplan entwickeln, bei dem alle Akteure bereit sind, ihre Maßnahmen im Bereich der Finanzen so umzuorientieren, dass an denselben Zielen gearbeitet wird? Auf dem Workshop wird eine erste Bewertung des erzielten Fortschritts vorgestellt.
Themenbereiche: Die Krise: Auswirkungen und Maßnahmen/aktive Eingliederung und Beschäftigung

 

Innovation und Experimente – Richtlinien zur Gestaltung moderner Dienstleistungen und Einrichtungen des Sozial- und Gesundheitswesens
Universität La Sapienza, Rom, Abteilung für Architektur und Design, Italien
Region Latium, Italien
Dieses Forschungsprojekt hat seinen Ursprung in der immer engeren Verbindung zwischen den Veränderungen in der modernen Stadtgesellschaft und den neuen Bedürfnissen im Sozial- und Gesundheitswesen, einschließlich der Aspekte Demografie, neue Formen der Armut, Ausgrenzung und Abhängigkeit (Arbeitslosigkeit, getrennt lebende Väter, Einwanderer, ehemalige Häftlinge usw.), die alle die Notwendigkeit verdeutlichen, entschlossen zu handeln, etablierte Ideen zu überwinden, Aspekte wie zum Beispiel die Integration und die gemeinsame Nutzung von Dienstleistungen und Einrichtungen zu fördern und dabei neue Bedürfnisse im Bereich der Therapie und Betreuung sowie die Notwendigkeit einer Senkung der Verwaltungskosten zu berücksichtigen. Durch die Analyse bester Praktiken erhalten die Teilnehmer des Workshops aus dem italienischen Kontext gewonnene Richtlinien zur Gestaltung und Organisation von Dienstleistungen sowie zur architektonischen Gestaltung und Bewertung. Außerdem haben die Teilnehmer Gelegenheit zur Entwicklung eines Vorschlags für ein „modernes Sozialwesen“ – einen innovativen Raum, der sich an ein Bevölkerungssegment mit besonderen sozialen Bedürfnissen richtet.
Themenbereiche: Deinstitutionalisierung und ambulante Betreuung

 

Integrierte Reform des Sozialwesens in Armenien
UNICEF Armenien
Armenischer Hilfsfonds – FAR, Armenien
Auf diesem Workshop wird die Integration des Sozialwesens in Armenien erörtert, die vom Arbeits- und Sozialministerium und dem Ministerium für Gebietsverwaltung mit Unterstützung von UNICEF Armenien und der Weltbank durchgeführt wird. Ziel der Reform ist eine verbesserte Wirksamkeit der sozialen Maßnahmen für die gefährdetsten Bevölkerungsgruppen und insbesondere für Kinder. Zu den wichtigsten Aspekten der Reform gehören: Fallmanagement mit stärker zielgerichteten und personenzentrierten Ansätzen für die Betroffenen, lokale Sozialplanung aufgrund der Bedürfnisse der Bevölkerung sowie integrierte Sozialleistungen mit einer einzigen Anlaufstelle und integrierten Datenbanken.
Themenbereiche: Arbeitskräfte und Betriebsführung

 

Ein nicht aufzuhaltender Wandel: Umgestaltung der Zukunft für junge Menschen mit Behinderungen
Bezirksverwaltung Northamptonshire, Großbritannien (England)
Die Unterstützung von jungen Menschen mit Behinderungen hat sich durch die Arbeit von multiprofessionellen Teams verändert, die eine Brücke zwischen den Leistungen für Kinder und Erwachsene schlagen und die gemeinsame Erbringung von Leistungen unter Einbeziehung von jungen behinderten Menschen und ihren Eltern fördern, um besser auf ihre Wünsche und Bedürfnisse eingehen zu können. Die Bezirksverwaltung möchte jungen Menschen ab 14 Jahren durch Leistungen für behinderte Menschen während des gesamten Lebens Kontinuität bieten, wenn sie das Erwachsenenalter erreichen. Auf dem Workshop wird erörtert, wie junge Menschen mit Behinderungen ihre eigenen Leistungen gestalten und wie die Bezirksverwaltung diese Vision durch anerkennendes Nachforschen erzeugt und aufrechterhält.
Themenbereiche: Junge Menschen/Menschen mit Behinderungen

 

Neue Möglichkeiten für behinderte und ältere Menschen: Umgestaltung von Dienstleistungen, Verbesserung von Ergebnissen
Stadt Odense, Dänemark
Die Stadt Odense hat ihre Leistungen für ältere und behinderte Menschen von einer passiven Leistungserbringung auf einen Ansatz der Einbeziehung umgestellt. Hierbei werden „Menschen mit Behinderungen“ als „Menschen mit Möglichkeiten“ betrachtet und kombinierte Leistungen zur Deckung der individuellen Bedürfnisse angeboten, wobei die Rehabilitation mit Hilfe von Personalmanagement und Schulungen umgesetzt wird. Das Ergebnis: 85% der teilnehmenden älteren Menschen (ab 65 Jahren) in Odense sind wieder in der Lage, ohne oder mit deutlich weniger Unterstützung durch Fachkräfte ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Die Teilnehmer erörtern die Chancen und Herausforderungen bei der Veränderung der Strukturen und beim Personalmanagement im Bereich der Leistungen für pflegebedürftige Menschen sowie die Perspektiven von anderen Bürger- bzw. Zielgruppen, wie z. B. Psychiatriepatienten oder behinderten Bürgern unter 65 Jahren.
Themenbereiche: Arbeitskräfte und Betriebsführung/Senioren/Menschen mit Behinderungen

 

Einbeziehung von Betroffenen in die Beurteilung von Leistungen: ein wertvoller Beitrag der Bürger
Nationales Institut für Kompetenz im Gesundheits- und Sozialwesen, Quebec, Kanada
Immer stärker wird anerkannt, dass eine Nutzung der Erfahrungen und des Wissens der Betroffenen eine wichtige Rolle für die Bewertung von sozialpolitischen Maßnahmen oder zur Entwicklung von Richtlinien für das Sozialwesen spielt. Auf diesem Workshop wird ein kooperatives Praxismodell aus Quebec vorgestellt, das die Meinungen der Betroffenen berücksichtigt und ihren Beitrag zum Bewertungsprozess würdigt. Ebenso werden die Probleme im Zusammenhang mit der Einbeziehung von Betroffenen untersucht, und es wird erörtert, wie sich diese Probleme frühzeitig erkennen, verhindern und bewältigen lassen, um zugleich die Vorteile maximal zu nutzen, die die Betroffenen für diesen Prozess bieten.
Themenbereiche: Einbeziehung von Betroffenen/Qualität und Leistung

 

Öffentliche Aufträge als Mittel zur Beschäftigung von marginalisierten Personen
Arbeitsvermittlung EPIC, Slowakei und Australien
Die nicht gewinnorientierte Organisation EPIC Slowakei, eine Tochtergesellschaft von EPIC Australien (einem der größten Arbeitsvermittler von Queensland), fördert die Beschäftigung von auf dem Arbeitsmarkt benachteiligten Menschen durch die Nutzung einer „Vertragserfüllungsklausel“ bei Ausschreibungen, die durch den EFRE finanziert werden; diese Klausel verpflichtet Unternehmen, die für eine Behörde Bauleistungen durchführen möchten, zur Beschäftigung von Langzeitarbeitslosen. Die Teilnehmer erhalten die Gelegenheit, die Nutzung von öffentlichen Aufträgen als aktives Instrument der Eingliederung und die relativ neue Umsetzung dieses Konzepts in der Slowakei zu erörtern und sich über die Erfahrungen in Australien zu informieren.
Themenbereiche: Aktive Eingliederung/Arbeitskräfte und Betriebsführung

 

Herausforderungen und Chancen bei der Bereitstellung von Gesundheits- und Sozialleistungen in schwach besiedelten Gebieten
IBM
Die effiziente und effektive Bereitstellung von Gesundheits- und Sozialleistungen in schwach besiedelten Gebieten kann sich für Kommunalbehörden schwierig gestalten. Auf diesem Workshop werden Beispiele aus Skandinavien, den Kanalinseln, dem Massif Central in Frankreich und Deutschland vorgestellt. Ein Indikator zur Messung der Unterversorgung ist die zeitliche Distanz zwischen den Bürgern und ihrer nächsten sozialen Einrichtung bzw. ihrem nächsten Allgemeinmediziner, Facharzt oder Krankenhaus. Auf dem Workshop werden die Erfahrungen mit integrierten Dienstleistungssystemen erörtert, also mit Netzwerken von Organisationen, die Gesundheits- und Sozialleistungen mit Hilfe von Tools der Informations- und Kommunikationstechnik erbringen.
Themenbereiche: Technologie/Arbeitskräfte und Betriebsführung

 

„Familien im Mittelpunkt“: Entwicklung von hochwertiger Vormundschaftspflege in der lokalen Gemeinschaft
Region Venezien, Italien
Mit dem Projekt „Familien im Mittelpunkt“ wird versucht, familiäre Netzwerke der Unterstützung zu bilden und die Vormundschaftspflege in der lokalen Gemeinschaft zu verbessern. Das in acht Gemeinden durchgeführte Projekt ist Bestandteil eines breiteren Prozesses der Deinstitutionalisierung in der Region. Im Mittelpunkt des Workshops stehen die Bemühungen der Region zum Ausbau des Kinderschutzes und der Betreuung in der Gemeinschaft durch den Aufbau solider familiärer Netzwerke, die auf den Prinzipien von Prävention, Schutz und einer hochwertigen alternativen Betreuung für Kinder aufbauen.
Themenbereiche: Kinder und Familien/Vormundschaftspflege/Förderung ambulanter Betreuung

 

Intergenerationale Freiwilligenarbeit zur Einbeziehung der Bürger
Alto Friuli, Italien
Das regionale Gesundheitsamt von Alto Friuli hat Maßnahmen entwickelt, um die Bürger in ihre Gemeinschaft einzubeziehen und um Herausforderungen auf kommunaler Ebene – wie zum Beispiel den demografischen Wandel – zu erörtern. Eingeführt wurden Möglichkeiten zur Freiwilligenarbeit für junge Menschen sowie intergenerationale Projekte, bei denen junge Menschen mit Senioren zusammenarbeiten. Die Bürger können über ein Web-TV ihre Meinung äußern und ihr Interesse an einem bestimmten Projekt bekunden; ebenso können kommunale Initiativen für ihre Aktivitäten werben, was kommunale Projekte und Initiativen, lokale Künstler und Bürger zusammenführt. Auf dem Workshop werden verschiedene Formen der kommunalen Einbeziehung der Bürger sowie die Chancen und Herausforderungen bei ihrer Umsetzung erörtert.
Themenbereiche: Junge Menschen/Senioren

 

Aufbau einer umfassenden Strategie zur Deinstitutionalisierung
Gemeinde Aarhus, Dänemark
Institut zur Entwicklung des Sozialwesens, Polen

Die Entwicklung inklusiver Gemeinschaften und Leistungen ist ein Anliegen von zahlreichen Sozialämtern in ganz Europa. Ein zentraler Bestandteil dieses Prozesses ist die Verwaltung des Übergangs von isolierenden Heimen zu personenzentrierten Gemeinschaften oder Familienumgebungen, was auch als Deinstitutionalisierung bezeichnet wird. Auf diesem Workshop wird mithilfe eines ganzheitlichen Systemansatzes versucht, die wichtigsten Schritte bei der Umsetzung der Deinstitutionalisierung im Rahmen eines Übergangsprozesses zu untersuchen, der weitaus mehr umfasst als einfach nur die Schließung großer Heime. Auf dem Workshop werden die Erfahrungen von Sozialämtern in Dänemark und Polen erörtert, und es wird untersucht, wie sich der Prozess der Deinstitutionalisierung in der Praxis auf verschiedenen Regierungsebenen und in verschiedenen sozialen Sektoren verwalten lässt.
Themenbereiche: Deinstitutionalisierung und ambulante Betreuung/Qualität und Leistung

 

Verschiedene Verwaltungsansätze für die Sozial- und Altenbetreuung in Zeiten der Krise – Fallstudien aus vier Ländern
Stadtteil Redbridge, London, Großbritannien (England)
Stadt Hämeenlinna, Finnland
Gemeinde Randers, Dänemark
Governo autonomo della Galizia, Spagna
Dieser Workshop ist ein Nachfolgeworkshop der ESN-Arbeitsgruppe 2011-2013 zum Thema Führung, Leistung und Innovation. Im Mittelpunkt des Workshops stehen Beispiele aus verschiedenen Ländern für die Verwaltung und Umgestaltung der Sozial- und Altenbetreuung in Zeiten der Krise und Sparmaßnahmen. Anhand von Fallstudien aus Spanien, Großbritannien, Finnland und Dänemark werden Verwaltungsinstrumente für strukturelle und kulturelle Veränderungen, Methoden zur Rehabilitation und sozialen Eingliederung, Leistungsmanagement sowie weitere Veränderungen bei der Entwicklung und Umsetzung von Leistungen vorgestellt. Gemeinsames Merkmal der Fallbeispiele aus den vier Ländern ist, dass überall Instrumente zur Entwicklung verbesserter Leistungen der Sozial- und Altenbetreuung unter Nutzung desselben oder eines verringerten Etats eingeführt werden.
Themenbereiche: Qualität und Leistung/Krise: Auswirkungen und Reaktionen

 

Verbesserung der sozialen Eingliederung und Berufschancen von sozialhilfeabhängigen Menschen in Familien mit mehreren Problemen – die Ergebnisse einer randomisierten kontrollierten Studie
Stadt Den Haag, Niederlande
Trimbos-Institut, Niederlande
Die Stadt Den Haag hat in Zusammenarbeit mit dem Trimbos-Institut eine randomisierte kontrollierte Studie durchgeführt; der Schwerpunkt liegt auf einer Verbesserung der sozialen Eingliederung und Berufschancen von Menschen aus Problemfamilien in multiethnischen Vierteln, die seit mindestens drei Jahren Sozialhilfe erhalten. Wichtigstes Ziel ist eine Motivation von Eltern mit Kindern unter 18 Jahren zur stärkeren Teilnahme am Gesellschaftsleben und zur Suche nach einem (subventionierten) bezahlten Arbeitsplatz, um den Zyklus der generationsübergreifenden Vererbung der Armut zu durchbrechen. Geschulte kommunale Sozialarbeiter bieten eine intensive langfristige Hilfe an. Auf dem Workshop werden die vorläufigen Ergebnisse unter besonderer Berücksichtigung dieses innovativen Ansatzes, der Zielgruppe (Eltern mit Kindern unter 18 Jahren) und der (quantitativen und qualitativen) Evidenzbasis vorgestellt.
Themenbereiche: Kinder und Familien/Aktive Eingliederung und Beschäftigung

 

Freiwillige Sozialarbeit: ambulante Dienste in ungarischen Sekundarschulen
Nationales Institut für Familien- und Sozialpolitik, Ungarn
Ab 2014 absolviert jeder ungarische Schüler an einer Sekundarschule als Bestandteil seines Bildungswegs 50 Stunden Sozialarbeit. Dieses vom Ministerium für Personalressourcen eingeführte Programm findet nach dem Unterricht statt und bietet Gelegenheiten zur Leistung ambulanter Dienste, wie zum Beispiel bei der Betreuung von Senioren, Kindern oder Menschen mit Behinderungen. Hierdurch werden der Gemeinschaftssinn und das Selbstvertrauen der Schüler gefördert und ihre künftigen beruflichen Qualifikationen verbessert. Auf dem Workshop wird erörtert, wie sich Gelegenheiten zur Freiwilligenarbeit auf junge Menschen und ihre lokalen Gemeinschaften auswirken, und es werden verschiedene internationale Programme miteinander verglichen.
Themenbereiche: Junge Menschen/Aktive Eingliederung